Die ersten Tage in der Klinik habe ich irgendwie eine Maske aufgesetzt; hab den Therapeuten erzählt, dass ich gut angekommen bin, dass ich schon alles esse, blah blah blah. Heute Morgen hat es mich dann mit voller Wucht getroffen: Scheiße, da sind doch echt noch jede Menge Probleme, die du wohl bearbeiten musst. Saß vor dem gesammelten Team von Therapeuten und hätte fast geheult. Was untypisch für mich ist, bin sonst fast immer ein Musterbeispiel an Selbstbeherrschung, wenn ich vor jemanden heule, dann muss schon echt was los sein. Auch wie aktiv meine Eßstörung doch eigentlich noch ist. Im Moment habe ich so sehr dass Gefühl, dass ich wohl nie davon loskommen werde. Auch wenn ich alles esse, so löst jede Mahlzeit solche Schuldgefühle und Unwohlsein aus, dass ich am liebsten meine Sachen packen möchte und mich wieder in meine wunderbare kleine Abnehmwelt verkriechen möchte. Ja, ich weiß, das geht auch nicht. Aber die Vorstellung, ein Leben lang dagegen ankämpfen zu müssen, ist fast unvorstellbar für mich.
Und dann habe ich jetzt auch noch ein neues Antidepressivum bekommen. Habe mir im Internet die Nebenwirkungen angeschaut. Das hätte ich besser nicht tun sollen. Gewichtszunahme. Ich will so schnell wie möglich davon runter. Nun so lange, bis sich mein Schlafverhalten normalisiert hat und dann nur noch meine altbekannten Antidepressiva und die auch nicht länger als wirklich nötig. Ich will nämlich über die Ursachen an das Symptom ran und das Symptom nicht einfach medikamentös unterdrücken. Sie sollen mich nur erstmal wieder stabilisieren.
Na ja, werd mich dann mal in den Gruppenraum verdrücken und schauen, was das (dürftige) Fernsehprogramm so bietet. Hatte ich erwähnt, dass ich mir noch keinen Fernseher fürs Zimmer gemietet habe und bis jetzt auch nix vermisse?! Yaaayy!! :)
The Girl
27 years, Germany, , likes movies, japanese magazines, internet, ♥ The Big Bang Theory, dogs, cats, coffee and Bob Dylan, shopping, reading, writing and receiving snail mail, meeting friends, music, art, fashion,... Oh, and she ♥ beautiful pictures
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Die ersten Tage in der Klinik habe ich irgendwie eine Maske aufgesetzt; hab den Therapeuten erzählt, dass ich gut angekommen bin, dass ich schon alles esse, blah blah blah. Heute Morgen hat es mich dann mit voller Wucht getroffen: Scheiße, da sind doch echt noch jede Menge Probleme, die du wohl bearbeiten musst. Saß vor dem gesammelten Team von Therapeuten und hätte fast geheult. Was untypisch für mich ist, bin sonst fast immer ein Musterbeispiel an Selbstbeherrschung, wenn ich vor jemanden heule, dann muss schon echt was los sein. Auch wie aktiv meine Eßstörung doch eigentlich noch ist. Im Moment habe ich so sehr dass Gefühl, dass ich wohl nie davon loskommen werde. Auch wenn ich alles esse, so löst jede Mahlzeit solche Schuldgefühle und Unwohlsein aus, dass ich am liebsten meine Sachen packen möchte und mich wieder in meine wunderbare kleine Abnehmwelt verkriechen möchte. Ja, ich weiß, das geht auch nicht. Aber die Vorstellung, ein Leben lang dagegen ankämpfen zu müssen, ist fast unvorstellbar für mich.
Und dann habe ich jetzt auch noch ein neues Antidepressivum bekommen. Habe mir im Internet die Nebenwirkungen angeschaut. Das hätte ich besser nicht tun sollen. Gewichtszunahme. Ich will so schnell wie möglich davon runter. Nun so lange, bis sich mein Schlafverhalten normalisiert hat und dann nur noch meine altbekannten Antidepressiva und die auch nicht länger als wirklich nötig. Ich will nämlich über die Ursachen an das Symptom ran und das Symptom nicht einfach medikamentös unterdrücken. Sie sollen mich nur erstmal wieder stabilisieren.
Na ja, werd mich dann mal in den Gruppenraum verdrücken und schauen, was das (dürftige) Fernsehprogramm so bietet. Hatte ich erwähnt, dass ich mir noch keinen Fernseher fürs Zimmer gemietet habe und bis jetzt auch nix vermisse?! Yaaayy!! :)